Rechtspsychologie: Prof. Renate Volbert / Prof. Jelena Zumbach-Basu

Die Rechtspsychologie an der PHB hat zwei zentrale Forschungsschwerpunkte: im Schwerpunkt Aussagepsychologischen Forschung beschäftigen wir uns mit der Weiterentwicklung von Methoden zur Unterscheidung zwischen erlebnisbasierten und nicht erlebnisbasierten Aussagen und mit Befragungsverhalten und -techniken und deren Einfluss auf Zeugen- und Beschuldigtenaussagen. Im Schwerpunkt Familienrechtspsychologische Forschung arbeiten wir an der (Weiter-) Entwicklung diagnostischer Ansätze für die psychologische Begutachtung im Familienrecht. Zudem forschen wir an grundlegenden Fragen zu Konstrukten wie dem Kindeswillen.

Schwerpunkt Familienrechtspsychologie
Prof. Dr. Jelena Zumbach-Basu

Kontakt:
j.zumbach@phb.de
Tel: 030/ 20 91 66-286

 

 

 

 

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Studentische Mitarbeitende

  • M.Sc. Lina Rustemeyer

Aktuelle Projekte

Abgeschlossene Projekte

AG Familienrechtspsychologie
AG Familienrechtspsychologie

Öffentliche Vortragsreihe – „Vielfalt der Rechtspsychologie – Putting Science into Practice“

Unter dem Titel „Vielfalt der Rechtspsychologie – Putting Science into Practice“ finden an der PHB etwa vier Mal im Jahr öffentliche Vorträge zu rechtspsychologischen Themen statt.

Aktuelles

Unter Beteiligung von Prof. Dr. Renate Volbert und Elsa Gewehr von der PHB ist ein White Paper zu forensischen Befragungen von Kindern erschienen, das Empfehlungen der European Association of Psychology and Law (EAPL) enthält.

Korkman, J., Otgaar, H., Geven, L. M., Bull, R., Cyr, M., Hershkowitz, I., Mäkelä, J.-M., Mattison, M., Milne, R., Santtila, P., van Koppen, P., Memon, A., Danby, M., Filipovic, L., Garcia, F. J., Gewehr, E., Gomes Bell, O., Järvilehto, L., Kask, K., … Volbert, R. (2024). White paper on forensic child interviewing: Research-based recommendations by the European Association of Psychology and Law. Psychology, Crime & Law, 0(0), 1–44. https://doi.org/10.1080/1068316X.2024.2324098 (open access)

Wenn Kinder Opfer von Verbrechen, Gewalt oder Missbrauch werden, sind ihre Schilderungen der Ereignisse oft das wichtigste Beweismittel für strafrechtliche Verfahren. Die Art und Weise, wie Kinder im Rahmen von Ermittlungen und vor Gericht befragt werden, unterscheidet sich international – sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas – jedoch erheblich. Vielfach werden auch Befragungspraktiken angewandt, die nicht evidenzbasiert sind und sowohl für die Kinder als auch für die Verfahrensergebnisse schädliche Konsequenzen haben können. Dabei liegen in der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur konsensuale Goldstandards – „Best Practices“ –für die forensische Befragungen von Kindern vor. Ziel des „White Papers“ ist es, den aktuellen Stand der Forschung und die Goldstandards zur forensischen Befragung von Kindern für Fachkräfte diverser Professionen überblicksartig zugänglich zu machen.

Für eine Zusammenfassung der Empfehlungen siehe: https://heuni.fi/documents/47074104/0/PolicyBrief_EAPL+2024+Child+Forensic+Interviewing+(1).pdf/eb30609e-a02b-66a1-75de-16310d6cbb7e/PolicyBrief_EAPL+2024+Child+Forensic+Interviewing+(1).pdf?t=1716453406741