steps

Psychologische Beratung für Geflüchtete

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind mehr als 600.000 Menschen nach Deutschland geflohen, davon etwa 40 Prozent minderjährig. Diese Menschen sind vielfältigen psychischen Belastungen ausgesetzt. Darunter fallen kriegsbedingte traumatische Erlebnisse vor der Flucht, die Belastung während der Flucht sowie die gehäuften Stressoren nach der Ankunft. Der Zugang zu psychologischer Unterstützung in Deutschland ist für Geflüchtete jedoch mit vielen Barrieren versehen. Um den Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen, hat die PHB das Projekt steps ins Leben gerufen.

 

Worum geht es?

steps (support together psychologically) bietet dolmetschergestützte psychologische Beratung für Erwachsene und Kinder an. Ziel der Beratungssitzungen ist es, Orientierung, Resilienz und Selbstwirksamkeit zu stärken und damit einer Chronifizierung und Verschlimmerung der psychischen Beschwerden entgegen zu wirken. In den Beratungsgesprächen werden ressourcenorientiert Themen wie Umgang mit Stress, Schlaf, Sorgen, Orientierung in Schule und Alltag, oder Psychoedukation zu Traumatisierung behandelt.

 

An wen richtet sich das Projekt?

Das kostenlose Beratungsangebot richtet sich an Kinder und Erwachsene, die ukrainisch, russisch, deutsch oder englisch sprechen und die vor dem Krieg in der Ukraine nach Berlin geflohen sind – unabhängig von ihrer Nationalität oder ihrem Aufenthaltsstatus.

Wenn auch Sie an einem Termin interessiert sind, melden Sie sich gern telefonisch unter 0159-01 477697 oder über das Kontaktformular auf unserer Website. Alle Informationen finden Sie auch in unserem Flyer.

 

Wer ist am Projekt beteiligt?

Das Projekt steps wurde von Psychotherapeut*innen in Ausbildung an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) und der Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP) ins Leben gerufen. Diese unterstützen Konzeption und Organisation und bieten die Beratungsgespräche an.

Die Gespräche werden mit Hilfe von Dolmetschenden umgesetzt, die aus Studierenden und Beschäftigten der PHB rekrutiert und in der Übersetzung von Beratungsgesprächen trainiert wurden. Lehrende von PHB und BAP bieten ehrenamtlich Schulungen und Supervisionen an.

Die Gesamtkoordination übernimmt Prof. Dr. Johanna Böttcher, Studiengangsleitung für Verhaltenstherapie (Erwachsene). Die Koordination der Beratung von Kindern und Jugendlichen mit ihren Eltern übernimmt Norbert Rosansky, Schwerpunktleitung der Ausbildung für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für Kinder und Jugendliche.

 

Was ist mittelfristig geplant?

Erste Beratungsgespräche sind für Mitte Mai 2022 vorgesehen – das Beratungsangebot soll in einer ersten Phase bis zum 31.12.2022 bestehen. Wir rechnen bis Ende Juni mit durchschnittlich zehn Beratungsterminen pro Woche.

 

Finanzierung

Um ohne Verzögerung mit den Beratungsgesprächen beginnen zu können, haben sich die beratenden Psychotherapeut*innen in Ausbildung bereit erklärt, die ersten 30 Sitzungen ehrenamtlich anzubieten. Die PHB finanziert aus Eigenmitteln und Spenden die Koordinierung des Projekts sowie eine Aufwandsentschädigung für die Dolmetschenden für die ersten 30 Sitzungen und stellt Räume und Infrastruktur.

Um die Kontinuität des Angebots sicher zu stellen, wurden darüber hinaus Gelder für Berater*innen und Dolmetschenden beantragt.

Spendenkonto

Sie möchten das Projekt mit einer Spende unterstützen?

Psychologische Hochschule Berlin (PHB)
IBAN: DE37 3006 0601 0507 3237 51
Bank: Deutsche Apotheker- und Ärztebank
BIC: DAAEDEDDXXX

Verwendungszweck: steps

Link zum Profil bei Betterplace

Weitere Infos

Downloads

Kontakt

Prof. Johanna Böttcher