Psychologie erleben und verstehen: An der PHB wurde die Lange Nacht der Wissenschaften 2022 zu einer Langen Nacht der Psychologie. Welche psychotherapeutischen Verfahren gibt es und wie findet man einen Therapieplatz? Wie kann man mit beruflichem Stress umgehen? Wie kann die Psychologie helfen, Phänomene wie Verschwörungstheorien zu verstehen und wie nutzt sie technologische Neuerungen wie die Virtual-Reality-Technologie? Fragen wie diese wurden in Vorträgen, Talks und Workshops aufgenommen und diskutiert. Ein Highlight des Abends war die Live-Therapie-Show „Sofa oder Sessel?“, in der Professor*innen und Psychotherapeut*innen der PHB zusammen mit einer Schauspielpatientin Therapiesequenzen improvisierten, die die Unterschiede aber auch die Gemeinsamkeiten der vier kassenrechtlich zugelassenen Therapieverfahren zum Ausdruck brachten.
Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause hat sich die PHB dieses Jahr wieder an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligt. In Vorträgen, Diskussionsrunden, Workshops und einer LIve-Show präsentierten und diskutierten Wissenschaftler*innen aktuelle Forschungsfelder und -fragen der Psychologie. Dabei stellte 2022 das Thema psychische Gesundheit und Psychotherapie einen wichtigen Schwerpunkt dar.
Welche psychotherapeutischen Verfahren gibt es – und wie unterscheiden sie sich? In der Live-Show „Sofa oder Sessel?“ zeigten Psychotherapeut*innen der PHB in Schauspielsessions, was Therapieverfahren wie die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie, die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder die kürzlich neu zugelassene Systemische Therapie in der Praxis ausmacht. Wie hilfebedürftige Menschen eine Psychotherapie finden können – dieser Frage Prof. Frank Jacobi in seinem anschließenden Vortrag nach und gab dabei auch Informationen und Tipps, wie die Suche nach einem Therapieplatz effektiv gestaltet werden kann.
Was aber können Menschen tun, um psychische Erkrankungen zu vermeiden? Wie kann beispielsweise für Erholung im Arbeitsalltag gesorgt werden? Dieses Thema nahm Prof. Tim Vahle-Hinz in seinem Vortrag „Out of office: Arbeit und Erholung“ in den Fokus. Über den Vortrag hinaus hatten Teilnehmende der Langen Nacht die Möglichkeit, direkt vor Ort ein Entspannungsverfahren auszuprobieren, das an der PHB erforscht und entwickelt wird.
Mit Verschwörungstheorien beschäftigte sich der Talk von Prof. Dr. Siegrief Preiser und ZEIT-Redakteur Alexander Eydlin – und zum Abschluss der Langen Nacht warf Fabian Kiepe schließlich einen Blick in die digitale Zukunft der Psychologie und berichtete über die aktuelle und zukünftige Nutzung von VR-Technologie in der psychologischen Forschung und Praxis.
Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten für diese schöne, interessante und lebendige Veranstaltung!
Fotos: Cornelia Weinberger










Menschliche Lebensformen und Identitäten sind bunt und vielfältig. Leider werden einige davon – die meisten sogar – noch immer diskriminiert. Der „Diversity“-Ansatz, der aus der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung entstanden ist, will solchen Diskriminierungen entgegentreten – und zwar nicht, indem Unterschiede geleugnet, sondern indem diese als kostbare Ressource gewürdigt und für alle nutzbar gemacht werden. Um auf dieses Anliegen deutschlandweit aufmerksam zu machen, wurde vor einigen Jahren der
For therapists, future therapists and teachers, knowing more about the different social identities of the people we want to support allows us to do it in a safer and more effective way. As a non-binary person who went to therapy, Emilian Walter knows what is the position of the client in this situation. And as a life-coach supporting other transgender and non-binary people, they know how to give them a safer space by understanding their life experiences. In this talk, they presented important knowledge and vocabulary about transgender and non-binary people, as well as advice to help people from these groups feel safer and more welcome in a therapeutic or learning environment.


Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Prozess beständigen Wandels, der in den letzten Jahren auf verschiedenen Ebenen krisenhafte Ausformungen angenommen hat. Die Klimakrise, die Corona-Pandemie, der Ukrainekrieg und damit einhergehend neue Flucht- und Migrationsbewegungen haben das Leben vieler Menschen erschüttert und bisherige Lebensweisen und Gewissheiten aufgelöst. Dabei ist die Gesellschaft zunehmend mit Spannungen und Konflikten konfrontiert, die Gefahren der Eskalation und Spaltung mit sich bringen.
Im Rahmen einer vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss geförderten Studie untersuchen die PHB, vertreten durch Prof. Johanna Böttcher, und die Freie Universität Berlin die Akzeptanz, Machbarkeit und Wirksamkeit der neuen therapeutischen Online-Intervention TONI.
Prof. Johanna Böttcher ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie an der PHB. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit der Entwicklung und Evaluation von therapeutischen Online-Interventionen für psychische Störungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf transdiagnostischen, störungsübergreifenden Verfahren. Neben der Erforschung der Wirksamkeit dieser Interventionen (und den potentiellen Nebenwirkungen dieser Behandlungen) liegt auch die Untersuchung von Wirkfaktoren im Fokus ihres Forschungsinteresses.
Das Projekt hat am 1.10.2021 begonnen und hat eine Laufzeit von 36 Monaten; das Gesamtfördervolumen umfasst 1.085.000 €; das Fördervolumen für die PHB beträgt 348.624 €.
Er ist etwas wie das „Grüne Vorzimmer“ der PHB: der Köllnische Park, der mit seinen Skulpturen, dem ehemaligen Bärenzwinger und dem Märkischen Museum nicht nur ein natürliches sondern auch ein historisches und denkmalgeschütztes Kleinod Berlins darstellt. Seit mehr als einem Jahr war der Park wegen Sanierungsarbeiten gesperrt – nun wurde er am 20. Oktober 2021 in feierlichem Rahmen wiedereröffnet.
Obwohl angenommen wird, dass aggressive sexuelle Fantasien einen Risikofaktor für sexuell aggressives Verhalten darstellen, existiert dazu bislang erstaunlich wenig Forschung. Unter Leitung von Prof. Dr. Rebecca Bondü hat ein Forschungsteam der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) dieses Phänomen in den letzten Jahren im Rahmen einer Studie untersucht und nun neue Forschungsergebnisse dazu veröffentlicht.