Prof. Dr. Timo Storck

Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie (Schwerpunkt Tiefenpsychologie)

 

 

Prof. Dr. Timo Storck

„An der Psychologie fasziniert mich besonders, dass wir über den Menschen und sein Seelenleben immer nur auf der Grundlage unseres eigenen Seelenlebens nachdenken können. Wir tragen den Forschungsgegenstand, um den es der Psychologie geht, immer schon mit uns herum – und noch mehr: Er ist es, der uns erst einen Zugang zum Psychischen liefert. Auf diese Weise können wir unserer mehr oder weniger alltäglichen Erfahrung Fragestellungen entnehmen, die sich psychologisch-methodisch betrachten lassen – seien es Gefühle, Motivationen, bewusste und unbewusste Prozesse, solche von Individuen oder Gruppen.

 

Innerhalb der Psychologie und ihrer methodischen Möglichkeiten interessiert mich besonders die Psychoanalyse. Diese ist mehr als bloß eine Konzeption psychischer Erkrankung und deren Behandlung (auch wenn sie einen wichtigen Platz im Fach Klinische Psychologie und Psychotherapie einnimmt), sondern sie versucht sich zum einen an Antworten in verschiedenen Grundlagen- und Anwendungsfächern der Psychologie, und liefert zum anderen eine methodische Vorgehensweise, in der radikal der psychische, selbstreflexive Zugang zu psychischen Phänomenen gewählt wird. Psychoanalytisch zu forschen, heißt, Phänomene des Erlebens auf ihre Beziehungshaftigkeit zu befragen und darin besonders auf bislang unerkannte („unbewusste“) Aspekte.

 

Diese Überlegungen haben für mich die Grundlage dafür geliefert, mein Studium der Psychologie an psychoanalytischen, psychodynamischen Schwerpunkten auszurichten. Im Anschluss an meinen Abschluss habe ich mich dann zum Einen der psychoanalytischen Forschung gewidmet, zum Anderen der psychoanalytischen Praxis. Die Verbindungen beider sind mir dabei besonders wichtig geworden und bis heute geblieben: Besonders spannende Fragestellungen für die Forschung ergeben sich aus dem, was sich in klinischen Prozessen ereignet.

 

Darauf ergibt sich – neben dem inhaltlichen Schwerpunkt – eine bestimmte methodische Ausrichtung meiner Forschung, die sich besonders an sozialwissenschaftlichen, qualitativen, einzelfallbezogenen Methoden orientiert, ebenso wie an der Konzeptprüfung und -entwicklung, beispielsweise in der Psychotherapieforschung. Zu meinen Schwerpunkten gehören dabei: Psychoanalytische Grundkonzepte, Methodologie des Verstehens in der Psychotherapie, Psychosomatik und Leiblichkeit, Theorie und Praxis von Fallbesprechungen in der stationären Psychotherapie, psychoanalytische Kulturforschung (vor allem Film und Fernsehen) und konzeptvergleichende Psychotherapieforschung.

 

In der universitären Lehre geht es mir besonders darum, Studierenden ein Bild davon zu vermitteln, in welchen Zusammenhängen (untereinander, aber auch im Verhältnis zur Empirie) die theoretischen Konzepte stehen: Wie argumentativ plausibel ist eine Konzeption? Wie hilft sie dabei, Phänomene begreifbar zu machen? Meine Veranstaltungen an der Psychologischen Hochschule Berlin vermitteln insofern einen Blick auf Theoretische Psychologie, den Platz psychoanalytische Denkens in der Klinischen Psychologie und die Möglichkeiten und Grenzen qualitativ-methodischer Forschung.“

 

 

Kontakt:

t.storck@psychologische-hochschule.de
Tel.: 030/ 20 91 66 – 242

Raum 4.19

 

 

Curriculum Vitae

Ausführliche Publikationsliste

 

 

 

Forschungsschwerpunkte:  

  • Psychoanalytische Grundkonzepte
  • Methodologie des Verstehens in der Psychotherapie
  • Psychosomatik und Leiblichkeit
  • Theorie und Praxis von Fallbesprechungen in der stationären Psychotherapie
  • Psychoanalytische Kulturforschung (bes. Film und Fernsehen)
  • Konzeptvergleichende Psychotherapieforschung.

 

 

 

Aktuelle Publikationen:

 

Storck, T. (2018ff.). Grundelemente psychodynamischen Denkens (Buchreihe inkl. Videomaterialien). Stuttgart: Kohlhammer

– Band I: Trieb (2018)
– Band II: Sexualität und Konflikt (2018)
– Band III: Das dynamisch Unbewusste (in Vorb.)
– Band IV: Objekte (in Vorb.)

Storck, T. (2018). Psychoanalyse nach Sigmund Freud. Stuttgart: Kohlhammer.

Storck, T. (2017). Die Bedeutung des Nicht-Verstehens in psychotherapeutischen Prozessen. Zum Umgang mit dem Versteh-Blues. Forum Psychoanal, 33(1), 109-124.

Storck, T. (2017). Die Fallbesprechung in der stationären Psychotherapie. Konzeption und Praxis. Stuttgart: Kohlhammer.

Storck, T. (2016). Psychoanalyse und Psychosomatik. Die leiblichen Grundlagen der Psychodynamik. Stuttgart: Kohlhammer.

 

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