Masterstudium Rechtspsychologie

Dieses Lehrangebot richtet sich an Psychologen, die sich im Bereich Rechtspsychologie weiterbilden möchten oder ihre berufliche Zukunft in diesem Tätigkeitsfeld sehen. Der Masterstudiengang Rechtspsychologie an der PHB bietet eine praxisnahe Weiterbildung auf hohem wissenschaftlichem Niveau mit namhaften Dozenten. Er ermöglicht eine flexible Kombination von mindestens zwei (bei Interesse auch von mehr) der folgenden Vertiefungsschwerpunkte: Aussagepsychologische Begutachtung, familienrechtliche Begutachtung, Straftäterbegutachtung, Intervention in Straf- und Maßregelvollzug). Mit dem Abschluss M.Sc. Rechtspsychologie wird eine rechtspsychologische Qualifikation erworben, wie sie z.B. im Rahmen der Mindestanforderungen an familienrechtliche Gutachten gefordert wird.
 
Familienrechtlicher Doppelschwerpunkt ab 2019: Ab dem Studienjahr 2019 besteht die Möglichkeit, einen Doppelschwerpunkt Familienrechtliche Begutachtung als Vertiefung zu wählen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der der Begutachtung nach Trennung und Scheidung, der andere Schwerpunkt auf der Begutachtung bei Kindeswohlgefährdung. Studierende, die ausschließlich familienrechtliche Gutachten erstellen wollen, haben damit die Möglichkeit, im Rahmen des Studiums einen großen Anteil für diese Tätigkeit einschlägiger Lehrveranstaltungen zu besuchen.
 
Mit dem Abschluss M.Sc. Rechtspsychologie wird eine rechtspsychologische Qualifikation erworben, wie sie z.B. im Rahmen der Mindestanforderungen an familienrechtliche Gutachten gefordert wird.
 
 

Berufsfelder

 

Die Kombination von praxisnaher Vermittlung theoretischer Grundlagen und vielen Fallseminaren bietet Absolventen des Studiengangs Rechtspsychologie eine qualifizierte Vorbereitung auf eine Tätigkeit im Bereich forensisch-psychologischer Gutachtertätigkeit (Aussagepsychologie, Familienrechtspsychologie, Straftäterbegutachtung). Bei entsprechender Schwerpunktwahl bereitet der Studiengang auch auf eine Tätigkeit im Straf- und Maßregelvollzug vor.

 

 

Das Masterstudium Rechtspsychologie an der PHB

 

Der viersemestrige M. Sc. Rechtspsychologie wird an der PHB berufsbegleitend angeboten. Die Seminare finden an Wochenenden in Blockphasen statt. Studienbeginn ist jeweils zum Sommersemester.

 

Die Gesamtkonzeption des Studiengangs setzt auf eine sinnvolle Reihenfolge von Veranstaltungen und den Bezug der Veranstaltungen aufeinander. Es wird besonderer Wert darauf gelegt, auch relevante empirisch-psychologische Grundlagen zu vermitteln, insbesondere aus dem Bereich der Kriminalpsychologie (z.B. Kriminalitätsentstehung, Entwicklungspsychopathologie) und Familienpsychologie (z.B. Folgen von Trennung und Scheidung oder Erziehung/ Diagnostik von Erziehungsverhalten). Bei freien Plätzen können daher auch zusätzlich ausgewählte Veranstaltungen aus dem PHB-Masterstudiengang Psychologie und Psychotherapie der Familie besucht werden. Vertiefungsgebiete können flexibel kombiniert werden. Es ist keine Vorab-Entscheidung über die Vertiefungsgebiete notwendig; Vertiefungsgebiete müssen erst am Ende des zweiten Semesters verbindlich gewählt werden.

 

Die Gesamtkonzeption des Studiengangs entspricht unserem Leitbild des Scientist Practioners. Es beinhaltet eine Basisqualifikation in allen vier genannten Anwendungsbereichen im ersten Studienjahr und eine vertiefte Beschäftigung mit den gewählten Schwerpunkten im zweiten Studienjahr. Besonderer Wert wird auf die Vermittlung relevanter empirisch-psychologischer Grundlagen gelegt, vor allem aus dem Bereich der Kriminalpsychologie (z.B. Kriminalitätsentstehung, Entwicklungspsychopathologie) und Familienrechtspsychologie (z.B. Folgen von Trennung und Scheidung oder Erziehung/ Diagnostik von Erziehungsverhalten). Bei freien Plätzen können zusätzlich ausgewählte Veranstaltungen aus dem PHB-Masterstudiengang Psychologie der Familie besucht werden. Gleichzeitig ist uns aber auch die Praxisnähe besonders wichtig. Im Studium sind deswegen viele praktische Übungen (z.B. Arbeit mit Simulationsprobanden, Besprechung eigener Fälle, mündlicher Gutachtenvortrag in einer simulierten Hauptverhandlung) und Besuche in Praxiseinrichtungen (JVA, Maßregelvollzug, Hauptverhandlung) integriert. Es besteht die Möglichkeit, eine gutachtenbasierte Masterarbeit anzufertigen. Unsere Dozentinnen und Dozenten verfügen nicht nur über wissenschaftliche Expertise, sondern auch über eigene praktische Erfahrungen.

 

Das Studienmodell beinhaltet eine mindestens 12wöchige Praxisphase. Rechtspsychologische Berufstätigkeit kann in der Regel als Berufspraktikum anerkannt werden. Die PHB ist ggf. auch behilflich bei der Vermittlung von Praxisstellen. Dazu arbeitet sie mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen.

 

An der Psychologischen Hochschule Berlin finden Studierende immer einen Ansprechpartner für inhaltliche und organisatorische Fragen.

 

Das Masterstudium Rechtspsychologie an der PHB kann über Studienkredite finanziert werden und Studierende erhalten einen Studierendenausweis.

 

 

Vereinbarkeit des Masterstudiums mit der Weiterbildung zur/m Fachpsychologin/en für Rechtspsychologie (BDP/DGPs)

 

Mit dem Abschluss M.Sc. Rechtspsychologie wird eine eigenständige rechtspsychologische Qualifikation nachgewiesen. Wer zusätzlich den Titel eines/r Fachpsychologen/in für Rechtspsychologie BDP/DGPs erwerben möchte, kann die Veranstaltungen des Masterstudiums Rechtspsychologie der PHB auf die theoretischen Seminare der Weiterbildung zum Fachpsychologen anerkennen lassen. Die Seminare im Masterstudiengang an der PHB decken die theoretischen Anforderungen für die föderative Weiterbildung vollständig ab. Unter bestimmten Voraussetzungen können außerdem im PHB-Studiengang durchgeführte Fallseminare als Supervisionsstunden für die Weiterbildung anerkannt werden. Umgekehrt können bereits absolvierte Seminarveranstaltungen aus der Weiterbildung zum Fachpsychologen auf das Masterstudium an der PHB angerechnet werden.