Dipl.-Psych. Jennifer Priewe
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In einer Zeit sich schnell verändernder Rahmenbedingungen für die berufliche Tätigkeit ist lebenslanges Lernen für eine erfolgreiche Berufskarriere sehr wichtig geworden. Dies gilt besonders für das Fach Psychologie. Standen den Studienabgängern hier vor dreißig Jahren noch alle Bereiche der angewandten Psychologie offen, so gilt das heute nicht mehr. Der Erfolg der Psychologie in der Gesellschaft, ihre gewachsene Bedeutung in der Wahrnehmung von Politik und Bevölkerung hat dazu geführt, dass ihr stetig weitere Anwendungsfelder zugewiesen wurden, ihre Relevanz in immer neuen Themenfeldern anerkannt wurde. Diese Ausweitung und Ausdifferenzierung der angewandten Psychologie zieht aber auch die Forderung nach speziellen, auf diese neuen Kontexte bezogenen Kompetenzen nach sich. Am weitesten ist diese Entwicklung im Bereich der klinischen Psychologie voran geschritten. Dort wird vor der Aufnahme einer psychotherapeutischen Tätigkeit eine dem Studium folgende, komplette zweite Berufsausbildung verlangt.
Die Tendenz zur gesetzlichen Regulierung psychologischer Tätigkeit ist auch in anderen Anwendungsfeldern unübersehbar. Das gilt etwa für die Verkehrspsychologie und die Rechtspsychologie. In wieder anderen Bereichen stehen zwar keine gesetzlichen Regelungen vor der Tür, doch überall werden von Patienten, Kunden, Auftraggebern und Arbeitgebern mehr und mehr kontextspezifische psychologische Kompetenzen erwartet, wie sie ein Studium der Psychologie nicht bzw. nicht ausreichend vermitteln kann. Das gilt beispielsweise für die Wirtschaftspsychologie, die Gesundheitspsychologie oder die Schulpsychologie ebenso wie für Supervision, Coaching, Beratung oder Mediation.
Die Psychologische Hochschule Berlin ist die erste Hochschule Deutschlands, in der die Psychologie im Zentrum von Lehre und Forschung steht. Sie versteht sich als Einrichtung, die die Weiterbildung von Psychologinnen und Psychologen auf ein wissenschaftliches Fundament stellt und gleichzeitig das Praxisfeld der künftigen Berufstätigkeit in das Studium integriert. Ihre Angebote richten sich an Psychologinnen und Psychologen, die bereits einen ersten Diplom- oder Masterabschluss in Psychologie erworben haben und zur Vervollständigung ihrer beruflichen Qualifikation weitere Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben wollen.
Für die Lehrenden der PHB ist die Lehre kein lästiger Beipack zu einer primär auf Forschung und Publikationen ausgerichteten Karriere. Sie verkörpern das Bild des "Scientic Practitioner", des wissenschaftlich ausgebildeten Berufspraktikers oder berufspraktisch erfahrenen Wissenschaftlers, der jederzeit in der Lage ist, in seinem jeweiligen Tätigkeitsfeld wissenschaftliche Methoden zur Forschung, Evaluation oder Qualitätssicherung ein zu setzen.
Die Ausbildung an der PHB folgt diesem Leitbild, weil dieses Kompetenzprofil das optimal ausgebildete Führungspersonal für die Herausforderungen der Zukunft darstellt.
"Die Psychologische Hochschule Berlin möchte auf universitärem Niveau in Forschung und Lehre die Anwendung psychologischer Erkennntnisse zum Wohle der Gesellschaft insgesamt fördern", so Gründungsrekor, Prof. Dr. Siegfried Preiser.