Studium und Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und Psychologie und Psychotherapie der Familie

An der Psychologischen Hochschule Berlin wird die Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mit Approbation im Therapieverfahren Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) angeboten und mit dem weiterführenden Masterstudium in Psychologie und Psychotherapie der Familie kombiniert. Der Aufwand für das Studium inkl. der Ausbildungseinheiten (theoretische Ausbildung im Rahmen der KJP-Approbationsausbildung) beträgt insgesamt ca. 750 Unterrichtsstunden (zzgl. Vor- und Nachbereitung), verteilt auf insgesamt zehn Semester. In den ersten vier Semestern werden die 5 Module (300 Stunden) des integrierten M.Sc. Studiums absolviert.

 

 

Warum eigentlich „noch einen“ Masterabschluss?

Informieren Sie sich in unserem Informationsblatt über die Vorzüge und Innovation dieses studienintegrierten Ausbildungsmodells der PHB.

Die Besonderheit bei diesem Studien- und Ausbildungsangebot ist, dass sowohl Psychologen mit Master- oder Diplomzeugnis als auch ein Master- oder Diplomabsolventen der Pädagogik, Sozialpädagik, Bildungswissenschaften, Erziehungswissenschaften oder Sozialen Arbeit zu Studium und Ausbildung zugelassen sind.

 

 

Approbationsausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

In der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie werden psychische und psychosomatische Störungen bei Kindern und Jugendlichen festgestellt und behandelt (bzw. diagnostiziert und therapiert). Bei der Diagnoseerstellung spielen auch die Lebensumstände des Kindes bzw. Jugendlichen eine große Rolle. Zusätzlich werden psychodiagnostische Testverfahren angewendet. Behandlungsmethoden, das Therapieverfahren und die Therapieziele werden gemeinsam mit dem Patienten und oftmals auch mit Eltern bzw. Erziehungsberechtigten besprochen. Die verschiedenen Störungsbilder in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie reichen von Traumatisierungen durch körperliche oder emotionale Schädigung über vegetativ-funktionelle und psychosomatische Störungen wie Kopfschmerzen oder Asthma bis hin zu Zwangsstörungen, Ängsten, Depressionen, Essstörungen und Aufmerksamkeitsdefizitstörungen. Aber auch Prävention bei Risikogruppen, die Begleitung bei einer chronischen Erkrankung und die Rehabilitation nach körperlichen oder psychischen Erkrankungen gehört zum Aufgabengebiet der Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen.

 

 

Studium der Psychologie und Psychotherapie der Familie

Das Studium der Psychologie und Psychotherapie der Familie an der PHB versteht sich als eine „Querschnittsdisziplin“, die eine Reihe traditioneller psychologischer Disziplinen integriert, um die Themen der Familienpsychologie zu untersuchen. Die Familienpsychologie befasst sich mit den genetischen Komponenten und der Vielzahl von Bedingungen, die auf unseren Entwicklungsprozess einwirken. Unser Heranwachsen wird unter anderem von der Art und Weise der Beziehungen in unserer Familie geprägt. Das Familiensystem übt einen wichtigen Einfluss aus. Hinzu kommen weitere Faktoren (z.B. Politik, Beruf, Schule, Freizeit, usw.), mit denen wir uns auseinandersetzen – genauso wie unsere Familienmitglieder. Auch diese beeinflussen mehr oder minder stark die Qualität unseres Familienlebens und damit unsere eigene Entwicklung. Das gilt auch für andere Formen des Aufwachsens von Kindern (wie z.B. Pflegefamilien, Heimeinrichtungen der Jugendhilfe etc.).

 

„Ziel der Familienpsychologie ist es, zu einem befriedigenden Leben möglichst aller Familienmitglieder innerhalb und außerhalb der Familie beizutragen und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern.“

 

In der Familienpsychologie geht es darum,

  • die Entwicklung von Familien sowie von einzelnen Personen und ihren Familienbeziehungen zu beschreiben,
  • die Bedingungen aufzuschlüsseln, die diesen Prozessen zugrunde liegen,
  • Wege zu vermitteln, wie belastende Entwicklungen abgeschwächt oder gar vermieden werden können und
  • wünschenswerte Entwicklungen in der Familie zu stärken.