Die Philosophie der Lebenskunst gehört zu den aktuellen Denkrichtungen, die nicht nur in der Wissenschaft vertreten, sondern auch von einem breiteren Publikum wahrgenommen werden. In ihr geht es um die Realisierung eines gelungenen, schönen und glücklichen Lebens. Im Metzler-Verlag hat Dr. Günter Gödde, Ausbildungsleiter an der PHB, nun zusammen mit Prof. Jörg Zirfas von der Uni Köln ein Sammelwerk herausgegeben, das ‚kritische‘ Perspektiven auf Lebenskunst in den Fokus nimmt.
Auf 500 Seiten betrachtet, prüft und entwirft das Buch Konzepte von Lebenskunst, die im Unterschied zu idealistischen Interpretationen nicht, so die Herausgeber, „Modelle eines guten Lebens postulieren, in dem ein Idealbild gelungenen Lebens entworfen wird“. Kritische Lebenskunst nimmt für Gödde und Zirfas stattdessen „in den Blick, was es schwierig, wenn nicht unmöglich macht, ein gelungenes Leben zu führen und entwickelt aus individuellen, sozialen und kulturellen Unmöglichkeiten und Schwierigkeiten, Krisen und Enttäuschungen Orientierungsmuster für ein Leben, das als ´gelungen` bezeichnet werden kann.“
Das Buch versammelt Beiträge aktueller Philosophen, Pädagogen, Soziologen und Psychologen, die mit Blick auf Individualität, soziale Beziehungen, kulturelle Strukturen, prekäre Lebensverhältnisse und therapeutische Praktiken ein Bild einer in diesem Sinn „kritischen Lebenskunst“ zeichnen. Unter den Autoren sind mit Felix Brauner, Günter Gödde, Antje Gumz, Thomas Munder, Siegfried Preiser, Kai Rugenstein, Jan Schlimme, Silvia Schneider, Timo Storck, Roland Voigtel und Tilman Watzel auch elf WissenschaftlerInnen der PHB.
Dr. Günter Gödde ist psychologischer Psychotherapeut und Ausbildungsleiter in der tiefenpsychologisch fundierten Therapeutenausbildung an der Psychologischen Hochschule Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen.




Unter dem Schwerpunktthema „Discrimination, Radicalization, and Aggression“ findet der diesjährige „23rd Workshop on Aggression“ an der Psychologischen Hochschule Berlin unter Leitung von
Müssen die Standardverfahren von Medikamentenstudien eventuell neu konzipiert werden? Ergebnisse einer aktuellen, internationalen Studie von Dr. Johannes Laferton von der PHB und Kollegen der Harvard Medical School und der Brown University legen dies nah.
Rechtspsychologie an der PHB: Unter dem Motto „Uses and limits of psychological expertise in legal processes“ fand die diesjährige Tagung der European Association of Psychology and Law (EAPL) in Turku, Finnland statt. Auch mehrere Mitarbeitende und Studierende der PHB nahmen daran teil.
Professor Frank Jacobi ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der PHB. Er hat 2016 in Zusammenarbeit mit dem IGES-Institut für die Bundespsychotherapeutenkammer und die Bertelsmannstiftung ein Gutachten zur Bedarfsplanung veröffentlicht (