„Psychotherapie in der Praxis“: Vorstellung der neuen Lehrbuchreihe

Die HerausgeberInnen: Prof. Jacobi, Prof. Brakemeier, Prof. Gumz, Prof. Hörz-Sagstetter, Prof. von Sydow

Im Beltz-Verlag ist vor kurzem der dritte und letzte Band der Reihe „Psychotherapie in der Praxis“ erschienen, die ProfessorInnen der PHB herausgegeben haben. Die HerausgeberInnen stellten die Buchreihe am 7. Dezember im Rahmen einer Adventsfeier vor. Unter den Gästen wurden anschließend sowohl Bücher als auch DVDs verlost. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern!

 

Zur Buchreihe:

Die drei Bände der Reihe „Psychotherapie in der Praxis“ bieten einen umfassenden Überblick über drei Therapieverfahren: Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Systemische Therapie. Wissenschaftlich fundiert und dabei lebendig und praxisnah führen die Bände ein in Strategien, Techniken und Haltungen der jeweiligen therapeutischen Verfahren. Durch den inhaltlichen Umfang und das Renommé der beteiligten Autoren und Autorinnen sind die Bücher dabei, sich zu Standardwerken für die Psychotherapieausbildung zu entwickeln. Es sei ein „Verhaltenstherapiebuch der Superlative“, schrieb etwa das Deutsche Ärzteblatt zum ersten Band der Reihe, das einen „profunden und explizit praxisorientierten Einblick in alle Aspekte der Verhaltenstherapie“ biete. In Ergänzung zu den Büchern sind Lehr-DVDs erschienen, die psychotherapeutische Settings und Strategien sowie den Umgang mit problematischen oder konfliktreichen Situationen filmisch veranschaulichen.

 

Informationen zur Buchreihe im Download.

Auftakt zur neuen Öffentlichen Vorlesungsreihe „Vielfalt der Rechtspsychologie“

Großer Andrang zum Auftakt der neuen Öffentlichen Vorlesungsreihe: „Vielfalt der Rechtspsychologie – Putting Science into Practice“

Zum Wintersemester 2018/19 wurde an der PHB eine neue Öffentliche Vorlesungsreihe eingeführt, die sich unter dem Titel „Vielfalt der Rechtspsychologie – Putting Science into Practice“ fünf Mal im Jahr rechtspsychologischen Themen widmen wird. Im Rahmen der ersten Veranstaltung hielt Dr. Tatjana Voß, Leiterin der Forensisch-Therapeutischen Ambulanz der Charité, am 22. November einen Vortrag zur Nachsorge rückfallgefährdeter Gewalt- und Sexualstraftäter.

 

Dr. Tatjana Voß stellte  zunächst die Arbeit der Forensisch-Therapeutischen Ambulanz Charité vor. Dabei ging sie besonders auf die Besonderheiten der Psychotherapie in einem forensischen Kontext ein und erläuterte die Relevanz eines wissenschaftlich-evidenzbasierten Vorgehens.

 

Der nächste Teil der Vorlesungsreihe wird am 07. Februar 2019 stattfinden. Prof. Dr. Jürgen Biedermann von der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburgs wird einen Vortrag halten mit dem Thema: „Messer weg! – Polizeilicher Umgang mit psychisch erkrankten Personen im Spannungsfeld zwischen Kommunikation und Zwangsanwendung“.

 

Die Vorlesungsreihe „Vielfalt der Rechtspsychologie – Putting Science into Practice“ wurde von Prof. Dr. Renate Volbert, Leiterin des Fachbereichs Rechtspsychologie an der PHB, initiiert. Die Veranstaltung ist für die breite Öffentlichkeit zugänglich – alle Interessenten sind daher herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

PHB richtet deutschlandweit erste Professur für Familienrechtspsychologie ein

Zum 01. Oktober hat Prof. Dr. Jelena Zumbach eine Juniorprofessur für Familienrechtspsychologie an der Psychologischen Hochschule Berlin angetreten – die PHB ist damit deutschlandweit die erste Hochschule, die zu diesem gesellschaftlich bedeutsamen Bereich der Rechtspsychologie eine Professur einrichtet.

 

Prof. Zumbach ist Fachpsychologin für Rechtspsychologie (BDP/ DGPs) und war nach ihrem Studium der Psychologie an der Universität Bremen bislang als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg tätig. Im Rahmen ihrer Dissertation „Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen in familienrechtlichen Verfahren“ hat sie sich mit Kindern in Hochrisikolagen beschäftigt, deren Entwicklungschancen in besonderem Maße von sorgfältigen familienrechtspsychologischen Gutachten abhängen. Ihre Dissertation war in diesem Jahr auf der Shortlist für den Deutschen Studienpreis, mit dem Arbeiten aus allen Forschungsdisziplinen ausgezeichnet werden, die neben fachwissenschaftlicher Exzellenz besondere gesellschaftliche Bedeutung aufweisen.

 

Mit der Einrichtung der Juniorprofessur möchte die PHB die Forschung in der Familienrechtspsychologie fördern. Dieser gesellschaftlich wichtige Bereich ist bislang an staatlichen Universitäten überhaupt nicht vertreten. Will man aber die vielfach angemahnte Verbesserung der Qualität familienrechtlicher Gutachten erzielen, reicht die Formulierung von Mindestanforderungen an die Qualität von Gutachten nicht aus. Diese führen im optimalen Fall dazu, dass die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Praxis umgesetzt werden. Wird eine Weiterentwicklung der Qualität familienrechtlicher Gutachten angestrebt, muss auch in familienrechtspsychologische Forschung investiert werden.

Die Psychotherapiereform von 2017 – was hat sie gebracht? Ein Beitrag von Deutschlandfunk Kultur mit Prof. Frank Jacobi

Wartezeiten und Kostenerstattungsverfahren – einen Therapieplatz zu bekommen ist für Patienten häufig alles andere als einfach. Die Psychotherapie-Reform, die letztes Jahr in Kraft getreten ist, sollte dies ändern. Ziel war, Patienten zeitnah einen niedrig- schwelligen Zugang zu ambulanten Psychotherapien zu ermöglichen.

Was hat sich seitdem geändert und wo besteht noch Nachbesserungsbedarf? Deutschlandfunk Kultur hat sich in einem Beitrag diesem Thema gewidmet und auch Professor Jacobi zur Frage der Bedarfsplanung interviewt. Den Beitrag gibt es zum Nachlesen und -hören bei Deutschlandfunk Kultur.

Professor Frank Jacobi ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der PHB. Er hat 2016 in Zusammenarbeit mit dem IGES-Institut für die Bundes­psycho­therapeuten­kammer und die Bertelsmannstiftung ein Gutachten zur Bedarfsplanung veröffentlicht (IGES/Jacobi-Gutachten). In diesem Gutachten wurde eine regional- spezifische Anpassung der Bedarfsplanung unter Einbeziehung sozioökonomischer und demographischer Faktoren empfohlen.