Forschungsprojekt: Burnout und psychogene Arbeitsstörungen

Projektlaufzeit: 2019-2023
Projektleitung: Prof. Dr. Antje Gumz
Projektmitarbeiterin: Leonie Derwahl

Das Projekt besteht aus zwei Teilstudien, die auf jeweils eine gesundheits- und sozialpolitisch besonders relevante Stichprobe blicken: In der ersten Teilstudie wird der Effekt des individuellen Bindungsmusters und Strukturniveaus auf Arbeitsstörungen und Burnout im Studierendenkontext geprüft. Aus den Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks und dem Bericht „Gesundheit Studierender in Deutschland“ (Grützmacher, et al., 2018) ist bekannt, dass ein hoher Prozentsatz aller Studierenden in hohem Maße Arbeitsstörungen und dass knapp ein Viertel Erschöpfungssymptome aufweisen. Trotz der gesundheits- und sozialpolitischen Relevanz von Arbeitsstörungen und Burnout-Belastungen unter Studierenden sind nur vereinzelt Studien zu intrapsychischen Einflussfaktoren zu finden. Im Projekt sollen Studierende im Rahmen einer Online-Erhebung zu ihrem Strukturniveau, ihren Bindungsmustern, zur Ausprägung von Arbeitsstörungen sowie Burnout-Belastung befragt werden. Die Strukturiertheit des Studiengangs soll als Variable betrachtet werden, die den Zusammenhang mitbeeinflusst. Zur Erfassung von Arbeitsstörungen wird die Liste studienbezogener Probleme und Arbeitsstörungen (Gumz et al., 2019) eingesetzt.

In der zweiten Teilstudie soll der Effekt von Bindungsmustern und Strukturniveau auf die Burnout-Belastung von Lehrern unter Einbeziehung der wahrgenommenen Führungsqualität des Schuldirektors untersucht werden.

Aus den Ergebnissen sollen Empfehlungen zur zielgruppenspezifischen Gestaltung von Schulungs- und Beratungsangeboten abgeleitet werden.

Kooperationspartner: Dr. K. Piontek, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. B. Strauß, FSU Jena