Forschungsprojekt: Wie kann Reden helfen? Subjektive Theorien der therapeutischen Wirkung von Sprache in der Psychotherapie aus der Perspektive von Psychotherapeuten und Patienten.

Projektträger: Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (2017-2019), Heigl-Stiftung (2019-2022)
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Projektlaufzeit: 2017-2022
Projektleitung: Prof. Dr. Antje Gumz, Dr. Laurence Reuter
Projektmitarbeiterin: Sabine Wulf

Psychotherapie gilt traditionell als Behandlungsverfahren, das durch das Miteinander-Reden von Patient und Therapeut zu heilen bzw. helfen vermag, Interessant ist die Frage, auf welche Weise dieses Miteinander-Reden konkret wirkt. In einem abgeschlossenen Projekt hat unsere Arbeitsgruppe analysiert, wie Psychotherapeut/innen (VT und TP) den sprachlichen Aspekt der Psychotherapie und dessen konkrete Effekte beschreiben (z.B. Sprechen entlastet, kann diffuse Erfahrungen ordnen, Kontakt zu bislang abgespaltenen Erfahrungsanteilen herstellen). Ein aktuelles Projekt widmet sich nun der Frage, wie Patient/innen die helfende Wirkung des Miteinander-Redens in der Psychotherapie erleben. Die subjektiven Konzepte der Patient/innen sollen mit den in der Vorstudie ermittelten Kategorien aus Therapeutensicht verglichen werden. Die von Patient/innen und Psychotherapeut/innen beschriebenen zentralen Kategorien sollen zu einem Klassifikationssystem funktioneller Kategorien der therapeutischen Wirkung des Miteinander-Redens zusammengefasst werden. Das so entwickelte Klassifikationssystem soll einer ersten psychometrischen Überprüfung unterzogen, werden. Perspektivisch geht es darum zu evaluieren, wie die erarbeiteten funktionellen Aspekte des helfenden Miteinander-Redens mit weiteren Prozessmerkmalen und dem Therapieergebnis zusammenhängen.

Kooperationspartner: Prof. C. Benecke, Universität Kassel; Prof. B. Strauß, FSU Jena

Kontakt: Laurence Reuter, l.reuter@psychologische-hochschule.de; Tel. 030/ 20 91 66-282