Forschungsprojekt: Allianzfokussiertes Training (AFT) als integratives Konzept zur Verbesserung des therapeutischen Umgangs mit Spannungen und Krisen („Alliance ruptures“) in der Therapiebeziehung

Projektträger: HeiglStiftung (2016-2018)
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Projektlaufzeit: 2016-2022
Projektleitung: Prof. Dr. Antje Gumz
Projektmitarbeiterinnen: Dr. Laurence Reuter, Dr. Denise Kästner

Spannungen und Krisen in der therapeutischen Beziehung ereignen sich zwangsläufig im Verlauf jeder Psychotherapie. Sie bergen ein hohes Risiko für vorzeitige Therapieabbrüche und schlechte Therapieergebnisse. Therapeuten gelingt es oft nicht, Spannungen und Krisen wahrzunehmen oder es fällt ihnen schwer, konstruktiv damit umzugehen. Therapieabbrüche kommen unter depressiven Patienten besonders häufig vor – bis zu 1/3 dieser Patienten brechen vorzeitig ab. Trotz der Bedeutung der Spannungen und Krisen im klinischen Alltag und der potenziell schwerwiegenden Folgen eines inadäquaten Umgangs mit ihnen, berücksichtigen die Curricula der Psychotherapieausbildung diese Thematik bislang nicht systematisch. Das Allianzfokussierte Training (AFT; Eubanks-Carter et al. 2015) ist ein vielversprechender schulenunabhängiger Ansatz, therapeutische Fähigkeiten im Umgang mit Spannungen und Krisen unter Einsatz von Videoaufzeichnungen und Rollenspielen zu verbessern. Bisherige Forschungen einschließlich einer eigenen Pilotstudie (gefördert von der Heigl-Stiftung 2016-2018) sprechen für das große Potenzial des Ansatzes.

Kooperationspartner: Prof. A. Zapf, UKE, Hamburg; Prof. U. Willutzki, Universität Witten/Herdecke; Prof. F. Jacobi, PHB, Berlin; Prof. M. Geyer, Akademie für Psychotherapie Erfurt; DGVT-Ausbildungszentrum Berlin; ppt-Institut für Psychologische Psychotherapie und Beratung Berlin; Institut für Psychotherapie Potsdam; Berliner Akademie für Psychotherapie; Sächsisches Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie; Dresdner Institut für Psychodynamische Psychotherapie; Prof. C. Muran, Adelphi University New York; Prof. C.F. Eubanks, Yeshiva University New York; Dr. Thomas Munder, Universität Zürich; Prof. T. Anderson, Ohio University

Kontakt: Antje Gumz: a.gumz@psychologische-hochschule.de; Tel. 030/ 20 91 66-282