Interner Bereich: FAQ zur Psychotherapieausbildung

Ab wann müssen wir uns supervidieren lassen? Wie läuft es mit der Aufteilung in die Gruppensupervisionsgruppen? Wie sieht es dann zu Beginn mit Supervision aus – sollte man dann mehr Stunden nehmen?

Während der Praktischen Tätigkeit muß Ihnen die jeweilige Einrichtung angemessene Supervision bereitstellen (entsprechend jeweiliger Gegebenheiten vor Ort).

Sobald Sie die Praktische Ausbildung beginnen, also nach der Zwischenprüfung in die Behandlungsphase eintreten, nehmen Sie Kontakt zu SupervisorInnen unserer Liste auf und suchen sich – in der Regel in selbstgebildeten 4er-Gruppen – entsprechende SupervisorInnen aus. Sobald man eine gewisse Anzahl eigener Fälle erreicht hat, ist entsprechend der Ausbildungs- und Prüfungsordnung vorgeschrieben, im Laufe der praktischen Ausbildung mindestens drei verschiedene SupervisorInnen in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie keine 4er-Gruppen aus Ihrem Kurs finden, können Sie sich auch mit KollegInnen aus anderen PHB-VT-Jahrgängen zusammentun; auch mit BAP-KollegInnen gemischte Gruppen sind bei den Supervisoren möglich, die auf beiden Listen stehen. Falls Sie neue Supervisoren vorschlagen möchten, die noch nicht auf unserer Liste stehen, können Sie sich gerne diesbezüglich an uns wenden, so dass wir bei entsprechender Qualifizierung eine entsprechende Kooperation anbahnen können.

Die entscheidende Regel ist: Fälle im Rahmen der Praktischen Ausbildung müssen im Durchschnitt mit einem Verhältnis 1:4 Behandlungsstunden supervisiert werden. Grundsätzlich müssen die erste und ggf. auch die zweite Supervisionssitzung bei einem Fall während der Probatorik stattfinden, sodass auch die Antragstellung supervisorisch begleitet wird.

Das Merkblatt zur Supervision ist im internen Bereich zum Download bereitgestellt.

 

Wie sind wir versichert in der Ambulanzzeit, wie läuft es dann mit den Steuern? in welchem Arbeitsverhältnis stehen wir da?

In Ihrer Behandlungszeit sind Sie selbstständig und zur Einkommensteuererklärung verpflichtet. Angesichts dessen, dass das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben (insbes. Studiengebühren) meist nicht in großem Gewinn besteht, ist in der Regel mit keiner hohen Steuerlast zu rechnen. Wie Sie dem Ausbildungsvertrag entnehmen können, wird mit Ausbildungsbeginn an der PHB automatisch eine Berufshaftpflichtversicherung für Sie abgeschlossen.

 

Wie sieht es aus mit der Anzahl an Patienten zu Beginn der Ambulanzzeit, es wurde ja schon angedeutet, dass es gerade zu Beginn der Ambulanzzeit schwierig sei viele Pat. zu bekommen?

Nein, es ist grundsätzlich nicht schwierig, so viele Patienten zu bekommen wie man gerne behandeln möchte – man muss den eigenen Bedarf nur rechtzeitig (optimalerweise 8 Wochen vorher) melden. In Abhängigkeit der Nachfrage werden dann die Vorgespräche in der Ambulanz hoch- bzw. heruntergefahren (wobei auch gewährleistet sein muss, dass für Patienten keine zusätzlichen langen Wartezeiten entstehen, was der Grund dafür ist, kontinuierlich nachzusteuern). In Einzelfällen kann es vorkommen, dass Ambulanzleitung oder Studiengangleitung darauf hinwirken, dass Sie sich nicht mit Fällen übernehmen (hierfür kann aber keine konkrete Zahl angegeben werden).

Diese Fragen werden auch immer bei der sog. Ambulanzeinführung (gesonderter Termin, in der Regel im März vor den Zwischenprüfungen) erörtert.

 

Wann wäre es am sinnvollsten, mit der Einzelselbsterfahrung anzufangen?

Hierbei möchten wir keine Vorgaben machen (im Gegensatz zu TP gibt es bei VT nicht die Verpflichtung, zur Zwischenprüfung bereits ein bestimmtes Kontingent absolviert zu haben). Wir empfehlen aber, dass ein relevanter Teil der Einzelselbsterfahrung in der eigenen Behandlungsphase liegen sollte, um ggf. auch die eigene selbstständige therapeutische Tätigkeit in diesem Rahmen reflektieren zu können. Manche Einzelselbsterfahrungsleiter wünschen sich explizit Kandidatinnen, die bereits Behandlungs- und Supervisionserfahrung haben.

 

Ist für die Gruppenselbsterfahrung wichtig, schon einen PT1-Platz zu haben?

Nein, für die Gruppenselbsterfahrung, die in der Regel am Ende des ersten oder im zweiten Semester beginnt, gibt es keine derlei Vorgaben.

 

Wie werden UEs in Stunden umgerechnet? Was ist mit „mindestens 300 Stunden Theorie“ gemeint, die zur Zwischenprüfung nachgewiesen werden müssen?

Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Aspekte. Im Studium werden die CPs pauschal berechnet à la „30 Stunden Workload sind 1 CP“, wobei sich die Workload errechnet aus Anzahl UEx4 (d.h. die Präsenzzeit wird ergänzt durch Vor- und Nachbereitung bzw. Selbststudium und Prüfungsvorbereitung, ggf. „Hausaufgaben“ zwischen zwei Unterrichtsblöcken etc.). Zur Zwischenprüfung, die mit der Erlangung der Behandlungserlaubnis einhergeht, müssen hingegen mind. 300 UE (ohne Faktor 4) nachgewiesen werden, wobei die UE für Forschungsmethoden (Modul 8) oder Gruppen-Selbsterfahrung nicht mitgezählt werden. Dies wird in der Regel leicht erreicht, wenn man nicht ausnehmend viele Veranstaltungen versäumt hat.

 

Gibt es bei uns „freie Spitze“, wie in anderen Instituten?

Aus vorheriger Antwort leitet sich ab, dass die „freie Spitze“ bei uns nicht detailliert ausgewiesen werden muss (z.B. Unterschriften einholen, wenn man ein Kolloquium oder sonstige Zusatzveranstaltungen besucht hat).

 

Wie ist der Ablaufplan der Modulprüfungen?

Allgemeine Informationen zur Organisation der Modulprüfungen entnehmen Sie bitte der Studien- und Prüfungsordnung (§7, §8, §9, §10). Eine spezifische Übersicht über einzelne Inhalte können Sie dem Modulhandbuch entnehmen, welches Sie von der PHB zu Beginn Ihrer Ausbildung zur Verfügung gestellt bekommen.

 

Ab wann sollte man das Masterprojekt beginnen?

Hierbei gibt es die verschiedensten Modelle, die individuell von den jeweiligen Themen (z.B. gibt es Studiendesigns, die natürlicherweise eine längere Laufzeit haben als andere Studien, bei denen ggf. Daten bereits vorliegen etc.), Rahmenbedingungen (z.B. Ort der Praktischen Tätigkeit), persönlichen Zeit-Ressourcen (z.B. zusätzliche Verpflichtungen) etc. abhängen. Z.B. gibt es PHB-Studierende, die bereits im ersten Semester (im Rahmen ihrer Praktischen Tätigkeit 2 an der PHB) ihr Masterprojekt schon stark vorangetrieben haben und andere, die einen Start erst wünschen, wenn sie schon routiniert in der Behandlungsphase sind.

 

Wann beginnt die Gruppenselbsterfahrung? Wird diese zentral oder selbständig seitens der Studenten organisiert?

Die Gruppenselbsterfahrung wird von der PHB organisiert und in die Semesterplanung eingearbeitet. Über die entsprechenden Termine werden Sie jeweils zu gegebener Zeit von unseren Mitarbeiterinnen informiert.

 

Klausuren, Prüfungen, Leistungsnachweise à Wann stehen diese an? Wie sehen diese aus? Welche Seminar-/Vorlesungsinhalte werden abgefragt? In diesem Zusammenhang ganz aktuell: Was ist Inhalt der 1. Modulprüfung?

Die Prüfungsthemen und –termine werden von den DozentInnen in den entsprechenden Lehrveranstaltungen bekanntgegeben. Darüber hinaus können Sie die konkreten Lehrinhalte der Module sowie die Lehreinheits- und Prüfungsformen dem Modulhandbuch entnehmen.

 

Literatur ist teuer und die Listen lang. Was sind die Standardwerke? (auch unter dem Blickwinkel der Klausurrelevanz)

Literatur: Sie können sich an den Handouts der Veranstaltungen orientieren. Hier wird auch jeweils Literatur vorgeschlagen, die zum individuellen Vertiefen ausgewählter Themenschwerpunkte oder zum Nachlesen und besseren Verständnis geeignet ist. Eine Übersicht über die Basisliteratur können Sie darüber hinaus auch dem Modulhandbuch entnehmen. Ausgewählte Literatur und wichtige Standardwerke können Sie sich auch aus unserer internen Bibliothek ausleihen.

 

Bitte um einen früheren, detaillierteren Semesterplan (bereits Februar und es stehen nur grob die Wochenenden fest)

Auch wir wünschen uns, dass die Termine über das Semester möglichst bald verbindlich feststehen. Wir haben Ihre Bitte weitergegeben. Es ist organisatorisch oft sehr schwer, die freien Zeiten aller Dozenten unter einen Hut zu bringen.

 

Welche Leistungen können anstelle von Seminaren erbracht werden? Bei Hausarbeiten: Wie groß ist der Umfang? Gibt es Richtlinien? (Verhältnismäßigkeit: Seminar hat so und so viele UE) Wird ein Honorar seitens der Professoren verlangt?

Nur in besonderen Ausnahmefällen und nur nach vorheriger Absprache mit den TP-Professorinnen können Hausarbeiten o.a. Leistungen anstelle von Seminaren erbracht werden. Regelhaft ist dies nicht möglich. Umfang und Richtlinien werden dabei auch in Abhängigkeit von der Thematik im Einzelfall entschieden. Generell sind 10% Fehlzeiten erlaubt.

 

Sind in den 1800 Stunden praktische Tätigkeit Urlaubstage mit inbegriffen?

In den 1800 Stunden praktische Tätigkeit sind keine Urlaubstage mit inbegriffen. Während der 1800 Stunden haben Sie entsprechend Ihres Arbeitsvertrags natürlich Urlaubstage, diese fließen allerdings nicht in die abzuleistenden 1800 Stunden praktische Tätigkeit ein. Insgesamt sind 1800 Stunden abzüglich Urlaubs- und Krankentage abzuleisten.

 

Masterarbeit: An wen sollen wir uns wenden, um eine Idee für eine Master-Arbeit zu besprechen? (besonders wenn Idee nicht in Ihrem Forschungsbereich fällt, bspw. PTBS)
Bieten Sie feste Sprechstunden an der PHB an? Sie sind ja beide überwiegend in anderen Städten.

Bezüglich der Masterarbeit können Sie sich direkt an uns wenden, auch bei Themen außerhalb unserer Forschungsschwerpunkte. Sie können entweder mit einer eigenen Idee kommen oder sich über die von uns zu vergebenden Themen informieren. Gegebenenfalls werden wir Sie an die jeweils andere Kollegin verweisen, wenn Ihre Idee in deren Forschungsgebiet fällt. Wenn Ihre Idee aus Ihrer praktischen Tätigkeit herrührt, wäre ein zusätzlicher externer Betreuer denkbar- wir übernehmen dann die interne Betreuung und Begutachtung. Wir werden gelegentlich auch konkrete Themen ausschreiben. Wir arbeiten zurzeit gemeinsam mit den VT-Professoren an einem neuen Konzept zur Integration der Masterarbeiten ins Studium.

 

Die praktische Ausbildung ist frühestens nach 18 Monaten und nach dem Bestehen der Zwischenprüfung möglich. Ich habe meine praktische Tätigkeitszeit verkürzt und werde PT1 und PT2 in einem Jahr machen, also weniger als 18 Monate benötigen. Geht es bei der Angabe der 18 Monate also nur darum, dass die praktische Tätigkeit abgeschlossen sein muss?

Nein, man kann die Zwischenprüfung und damit die Erlangung der Behandlungserlaubnis nicht vor 18 Monaten erhalten. Wenn jemand PT1 und PT2 sowie Anamnesen bereits früher absolviert hat (und auch an Theorie die 300 Stunden schon früher überschritten hat), ist das lobenswert (sehr gut organisiert, kommt selten vor), es entstünde aber in der Tat eine Art „Lücke“, die man individuell ausfüllen muss (z.B. mit anderweitiger Tätigkeit – oder aber auch durch Master-Projekt, ggf. würde hierfür auch Arbeitsplatz an PHB zur Verfügung gestellt).

 

Wie verhält es sich mit der Standarddiagnostik bei englischsprachigen Patienten?

Wenn Ihr Patient die Standard-Frageboegen nicht ausfuellen kann, dann muss dies auch nicht erzwungen werden (z.B. durch vollständige Übersetzung).
Gleichwohl sollte wenn möglich dennoch

a) eine klassifikatorische Diagnose vorgenommen werden (z.B. SCID; evtl. kann man sich aus beiliegender Quelle etwas Passendes zusammenstricken, und eine englische SKID-Version wird demnächst in der Bibliothek zur Verfügung stehen) – weitere englischsprachige Diagnostikleitfäden werden derzeit zusammengetragen, aber eine Zusammenstellung fremdsprachiger Instrumente wird noch eine Zeit dauern.

b) prä-post Messung(en) vorgenommen werden, allgemeine Symptomatik (z.B. SCL-90/BSI, SF-36, PHQ, OQ45) oder störungsspezifische (z.B. BDI, PHQ-9) – hängt also davon ab, was Pat. für Diagnosen aufweisen.