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Prof. Lena Posch: „Stalking – Erscheinungsformen, Täter und Opfer, Intervention“ • Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Reihe „Vielfalt der Rechtspsychologie“

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In einer neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Vielfalt der Rechtspsychologie – Putting Science into Practice“ ist am 28. Oktober Prof. Dr. Lena Posch von der Hochschule in der Akademie der Polizei Hamburg virtuell zu Gast an der PHB. In ihrem Vortrag wird Prof. Posch eine Einführung in den Forschungsstand zum Thema Stalking geben. Dabei wird sie unterschiedliche Formen von Stalking vorstellen und auf Motive und psychopathologische Aspekte bei Stalking-TäterInnen und die Auswirkungen auf Stalking-Opfer eingehen. Der Vortrag wird webbasiert über Zoom stattfinden – Anmeldungen sind über das Formular am Ende der Seite möglich.

Seit 2007 ist Nachstellung bzw. Stalking in Deutschland gemäß §238 StGB strafbar. Anders als bei anderen Delikten handelt es sich bei Stalking jedoch um keine eindeutig definierbare Tathandlung, sondern um ein sehr heterogenes Verhaltensmuster, das sich aus einer Vielzahl möglicher Einzelhandlungen zusammensetzt. Dies erschwert nicht nur die strafrechtliche Normierung im Strafgesetzbuch, sondern auch die tatsächliche strafrechtliche Verfolgung von TäterInnen, was kürzlich zu weiteren Änderungen des Stalking-Paragraphen geführt hat. Denn Stalking-Opfer sind oftmals psychisch hoch belastet und stoßen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen in der Praxis regelmäßig auf die begrenzten Möglichkeiten von Polizei, Justiz sowie weiterer mit ihnen befasster Professionen.

Im Vortrag soll eine Einführung zum Thema Stalking gegeben werden. Es werden Befunde zu den unterschiedlichen Formen von Stalking und deren Häufigkeiten präsentiert. Zudem werden Motive, Ursachen und psychopathologische Aspekte von Stalking-Verhalten besprochen. Ferner werden Befunde zu den psychischen und sozialen Auswirkungen auf die Stalking-Opfer sowie Implikationen für die Intervention vorgestellt.

Einladung zur Veranstaltung (pdf)


Über Prof. Dr. Lena Posch
Prof. Dr. Lena Posch ist Professorin für Rechtspsychologie an der Hochschule in der Akademie der Polizei Hamburg. Sie hat zum Thema Stalking promoviert und war anschließend als Lecturer an der Griffith University Brisbane, School of Criminology and Criminal Justice tätig. Als Projektleiterin verantwortete sie daraufhin am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) eine Viktimisierungsstudie zu sexuellem Missbrauch und Misshandlung von Kindern sowie sexueller und innerfamiliärer Gewalt und Stalking. Prof. Dr. Posch ist darüber hinaus als Sachverständige und Gesellschafterin im Bremer Institut für Gerichtspsychologie tätig.


Die Vortragsreihe „Vielfalt der Rechtspsychologie – Putting Science into Practice“ wurde vom Fachbereich Rechtspsychologie der PHB initiiert. Die Veranstaltung ist für die breite Öffentlichkeit zugänglich – alle, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich willkommen! Die Teilnahme ist kostenfrei.

Details:

Termin
Uhr
Standort
Psychologische Hochschule Berlin
Am Köllnischen Park 2
10179 Berlin