Feb
21

„Ein Jahr nach Kriegsbeginn – Psychische Folgen des Ukrainekriegs“ • Öffentliche Präsenzveranstaltung an der PHB

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Vor einem Jahr – im Februar 2022 – hat die Russische Föderation ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen, der vor allem die Zivilbevölkerung brutal aus ihrem bisherigen Leben gerissen hat. Nach offiziellen Angaben wurden bisher mehr als 7000 Zivilisten in diesem Krieg getötet und mehr als 11.000 verletzt. Zudem sind seit Kriegsbeginn mehr als 17 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Moderiert von Prof. Dr. Johanna Böttcher widmet sich diese öffentliche Veranstaltung aus wissenschaftlicher und aus praktischer Perspektive den psychischen Folgen des Krieges. Dabei steht die Frage im Fokus, wie Menschen geholfen werden kann, die aus Kriegsgebieten nach Deutschland kommen und psychotherapeutische Hilfe benötigen. Die Veranstaltung findet im Hörsaal der PHB statt.

Zum Auftakt der Veranstaltung wird Dr. Maria Böttche, Co-Leiterin der Wissenschaftlichen Abteilung für Trauma und Transkulturalität des Zentrums ÜBERLEBEN, aus wissenschaftlicher Sicht darlegen, welchen Stressoren und Traumatisierungen Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten ausgesetzt sind und unter welchen Bedingungen dies zur Entwicklung psychischer Erkrankungen wie posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und Depressionen führt. Dabei geht Dr. Böttche auch darauf ein, wie die Versorgung realisiert werden kann und muss, um den Bedarf an psychosozialen und psychotherapeutischen Unterstützungsangeboten für Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten decken zu können.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellt sich das Team des Ukraineprojekts „steps – strong together psychologically“ vor, das psychologische Beratung für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung anbietet, die nicht vom deutschen Gesundheitssystem aufgefangen werden. Tanja Trost, Swaantje Laurent und Dr. Houda Algandouzi-Rafat berichten von den Erfahrungen, die sie mit dem Aufbau dieses von Psychotherapeut*innen in Ausbildung ehrenamtlich realisierten Projekts gesammelt haben. In ihrem Erfahrungsbericht erzählen die Projektinitiatorinnen von den Themen, mit denen sie sich in den Beratungssitzungen beschäftigen, ihrem Beratungsansatz und auch davon, wie PsychotherapeutInnen in Ausbildung und Hilfesuchende gegenseitig voneinander profitieren und lernen können.

Die Veranstaltung  findet im Hörsaal der PHB statt. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um vorherige Anmeldung über das folgende Formular. 

Zur Anmeldung:

Details:

Termin:
Uhr
Standort
Psychologische Hochschule Berlin
Am Köllnischen Park 2
10179 Berlin