Prof. Storck: „Abwehr im interpersonellen und gesellschaftlichen Kontext“ • Öffentliche Vorlesung

Veranstaltungsdetails

  • Datum:
  • Ort: Psychologische Hochschule Berlin
  • Am Köllnischen Park 2
  • 10179 Berlin
  • Raum: Hörsaal
  • Anmeldung: kontakt@psychologische-hochschule.de

Im vierten Termin der Vorlesung zu den Grundelementen psychodynamischen Denkens im Sommersemester nimmt Prof. Timo Storck Abwehrformen in den Blick, die sich interpersonell äußern bzw. eine interpersonelle Funktion erfüllen. Das wirft das konzeptuelle Problem auf, dass das Konzept psychischer Abwehrprozesse sich auf individuelle psychische Vorgänge bezieht. Allerdings gibt es Versuche der Konfliktbewältigung und/oder der Unlustvermeidung, die weniger eine intrapsychische als eine interpersonelle Funktion und Zielrichtung haben.

Prof. Storck prüft hier klassische Konzepte der interpersonellen Abwehr im Sinne von S. Mentzos ebenso wie das Konzept der projektiven Identifizierung, das zwischen intrapsychischen Vorgängen und einer Veränderung der interpersonellen Beziehung changiert. Darüber hinaus wird es um die Auseinandersetzung mit Abwehrvorgängen gehen, die sich auf einer gesellschaftlichen oder institutionellen Ebene äußern.

Referent: Prof. Dr. Timo Storck

28. Mai 2019
20:00-22:00 Uhr

Hörsaal der Psychologischen Hochschule Berlin
Am Köllnischen Park 2
10179 Berlin

Die Vorlesungsreihe ist Teil des Masterstudiengangs Psychologie und offen für Besucher, die gern in das Psychologiestudium hineinschnuppern oder die Hochschule kennenlernen wollen. Auch alle, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich willkommen!

 

Das Thema des letzten Teils der aktuellen Vorlesungsreihe wird sein:

Pro Semester nimmt sich die Vorlesung ein Konzept zum Gegenstand. Es wird dabei eine kritische konzeptgeschichtliche Darstellung erfolgen, welche die Linie wichtiger Weiterentwicklungen seit Freud nachzeichnet und prüft. Das liefert nicht nur eine Prüfung zeitgenössischer Relevanz einzelner Konzepte (die so sukzessive im konzeptuellen Zusammenhang gesehen werden können), sondern ermöglicht auch die Thematisierung von Fragen nach den Bezügen zu anderen psychotherapeutischen Richtungen und zur wissenschaftlichen Interdisziplinarität.