Öffentliche Vorlesung • Prof. Storck: „Die Konzeption von Abwehr und Widerstand bei Freud“

Veranstaltungsdetails

  • Datum:
  • Ort: Psychologische Hochschule Berlin
  • Am Köllnischen Park 2
  • 10179 Berlin
  • Raum: Hörsaal
  • Anmeldung: kontakt@psychologische-hochschule.de

Im ersten Termin der Vorlesungsreihe im Sommersemester geht es um die konzeptuellen Grundlagen von Abwehr und Widerstand im Freudschen Denken.

In der psychoanalytischen Konflikttheorie geht es um ein Aufeinanderprallen von Wunsch und Verbot bzw. um miteinander in Konflikt tretende Wünsche. Das mobilisiert Prozesse psychischer Abwehr, die etwas aus dem Bewusstsein herausdrängen. Gemäß der psychodynamischen Theorie des Psychischen drängt das auf diese Art Ausgeschlossene „zurück“ ins Bewusstsein, so dass neben der Verdrängung weitere Abwehrmechanismen zum Einsatz kommen, um Vorstellungen „umzuarbeiten“, so dass sie dem bewussten Erleben zugänglich werden. In Freuds Denken nimmt es einen prominenten Platz ein, dass Abwehrmechanismen unbewusste Prozesse sind; dies führte ihn zu einer zentralen Veränderung in seinem Modell des Psychischen. Auch in psychoanalytischen Behandlungen zeigen sich psychische Prozesse, die dem Bewusstwerden von Vorstellungen, die mit Unlust verbunden sind, entgegenstehen. Freud konzipiert hier den (Behandlungs-) Widerstand: Es ist ein Widerstand gegen den psychoanalytischen Veränderungsprozess, der zumindest im klassischen  Verständnis, im Bewusstmachen des Unbewussten besteht.

Referent: Prof. Dr. Timo Storck

02. April 2019
20:00-22:00 Uhr

Hörsaal der Psychologischen Hochschule Berlin
Am Köllnischen Park 2
10179 Berlin

Die Vorlesungsreihe ist Teil des Masterstudiengangs Psychologie und offen für Besucher, die gern in das Psychologiestudium hineinschnuppern oder die Hochschule kennenlernen wollen. Auch alle, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich willkommen!

 

Weitere Themen der Vorlesungsreihe werden sein:

Pro Semester nimmt sich die Vorlesung ein Konzept zum Gegenstand. Es wird dabei eine kritische konzeptgeschichtliche Darstellung erfolgen, welche die Linie wichtiger Weiterentwicklungen seit Freud nachzeichnet und prüft. Das liefert nicht nur eine Prüfung zeitgenössischer Relevanz einzelner Konzepte (die so sukzessive im konzeptuellen Zusammenhang gesehen werden können), sondern ermöglicht auch die Thematisierung von Fragen nach den Bezügen zu anderen psychotherapeutischen Richtungen und zur wissenschaftlichen Interdisziplinarität.