Reform des Gesetzes zur Psychotherapeutenausbildung – Kanzler Dr. Günter Koch: „PHB ist gut vorbereitet“

Dr. Günter Koch
Dr. Günter Koch

Nach langem Ringen im Vorfeld hat der Deutsche Bundestag im September das Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung beschlossen – die Zustimmung durch den Bundesrat steht jedoch noch aus.

 

Das neue Gesetz sieht für die Zukunft ein fünfjähriges psychotherapeutisches Direktstudium vor, nach dessen Abschluss die Approbation erworben werden kann. Analog zur ärztlichen Ausbildung können Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit Approbation eine Weiterbildung in verschiedenen Verfahrensrichtungen absolvieren, mit der sie letztendlich die Kassenzulassung beantragen können. Für alle, die sich vor der Gesetzesänderung in Studium oder Ausbildung befinden, ist eine zwölfjährige Übergangsphase geplant, in der die Psychotherapieausbildung auch nach der alten Ordnung absolviert werden kann.

 

Änderungen sieht das Gesetz auch bei der Vergütung der künftigen Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen in Weiterbildung (PiW) vor: anders als bisher sollen sie in Zukunft während der stationären Ausbildungsphase ein tariflich geregeltes Gehalt beziehen. In der ambulanten Weiterbildungsphase sollen sie zudem mindestens 40 Prozent der Vergütungen erhalten, die Krankenkassen für ihre Behandlungsleistungen an die Ambulan­zen der Weiterbildungsinstitute zahlen.

 

Das neue Gesetz soll zum 1. September 2020 in Kraft treten – bedarf allerdings noch der Zustimmung im Bundesrat. „Vor diesem Hintergrund“, so Dr. Günter Koch, Kanzler der Psychologischen Hochschule Berlin, „können wir im Moment unsererseits seriöserweise noch keine rechtsverbindlichen Aussagen treffen. Da die PHB mit ihren Approbationsstudiengängen aber schon seit Jahren akademisch fundierte Psychotherapieausbildungen anbietet, sind wir auf diese Reform so gut vorbereitet wie kaum eine andere Universität. Wie immer das Gesetz letztendlich auch aussehen wird – wir werden in der Lage sein, es zeitnah und im Sinne unserer Studierenden umzusetzen.“

 

Weitere Informationen zur Gesetzesreform sowie der aktuelle Gesetzestext finden sich auf der Seite des Deutschen Bundestags.