Studium

Psychotherapie (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie)

Abschluss: Master of Science in Psychotherapy, Weiterbildungsstudiengang in Kombination mit der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten/ Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (Approbation)
Dauer: 7 Semester Regelstudienzeit
Studienbeginn: WS 2011/2012
Zulassungsvoraussetzung: Diplom oder Masterabschluss in Psychologie (im Falle des Masters inkl. Bachelor mindestens 300 ECTS-Punkte)
Bewerbung: Bewerbungen für das WS 2011/2012 für den Master-Studiengang Psychotherapie (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) sind laufend möglich. Hier finden Sie alle notwendigen Angaben für Ihre Bewerbung.
Kosten des Studiums ca. 33.000 Euro
Bitte beachten Sie, dass in der praktischen Ausbildung auch Einnahmen erzielt werden. Hier finden Sie eine detaillierte Einzelaufstellung.
Studienberatung: Würden Sie gern eine Studienberatung in Anspruch nehmen? Bitte wenden Sie sich an Dipl.-Psych. Jennifer Priewe ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Telefonische Beratung: Mo 14-16 Uhr/ Mi 11-13 Uhr: Tel. 030/ 20 91 66 - 200)
Nächster Infoabend:

Dienstag, 24. April 2012, 18 Uhr
Infoflyer zum Download (PDF)

Infomaterial:

Download der Studiengangsbroschüre (PDF)
Curriculum - Themen und Semester (PDF)
Übersicht der durchschnittlichen Arbeitsbelastung nach Semestern (PDF)
Ausbildungsübersicht zum Studienablaufplan (PDF)

Studiengangsorganisation: Alla Junghähnel
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Tel. 030/ 20 91 66 - 191

 

| Master of Science und Approbation | Zehn Gründe für ein Studium der Psychotherapie an der PHB | Theoretische Inhalte des Studiums | Methodenübergreifende Kompetenzen | Praktische Ausbildung | Praktische Tätigkeit | Studieren in Berlin | Supervision | Lehrtherapie | Weitere Fragen |

Master of Science und Approbation

Die PHB verbindet in dem siebensemestrigen Studiengang Psychotherapie Psychotherapie (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) die Möglichkeit, einen europaweit anerkannten Weiterbildungs-Master zu erlangen mit der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (Approbation). Diese Kombination halten wir für zukunftsweisend. Der postgraduale Studiengang richtet sich insbesondere an Studierende, die gleichermaßen an der Berufspraxis und an deren wissenschaftlicher Fundierung arbeiten wollen, die mit der Masterarbeit einen eigenen wissenschaftlichen Beitrag leisten  wollen, oder die ggf. in Kooperation mit einer anderen Universität eine Promotion anstreben.

Zehn Gründe für ein Studium der Psychotherapie an der PHB

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie, die beiden wichtigsten Therapieverfahren in Deutschland, werden unter einem Dach angeboten. Es werden methodenübergreifende Kompetenzen, auch unter besonderer Berücksichtigung systemischer Ansätze vermittelt.
  • Angestrebt wird die wissenschaftlich begründete und reflektierte Integration unterschiedlicher Therapieformen.
  • Absolventen erwerben einen international anerkannten Weiterbildungs-Master of Science zusätzlich zur in Deutschland gültigen Approbation.
  • Dieser Weiterbildungs-Master kann als Basis für eine weitere wissenschaftliche Karriere dienen.
  • Die Studierenden erlangen zusätzliche Kompetenzen in der wissenschaftlichen Reflexion und Qualitätssicherung ihrer Berufspraxis.
  • Sie erwerben damit beste Voraussetzungen für die Übernahme von Leitungsfunktionen im Gesundheitssystem, sowie für Lehr- und Dozententätigkeit.
  • Die PHB integriert die Schulung wissenschaftlichen Arbeitens in das Studium; im Psychologiestudium erworbene wissenschaftliche Kompetenzen werden vertieft und verstetigt.
  • Master- und Promotionsprojekte sowie ggf. Veröffentlichungsvorhaben werden unterstützt.
  • Durch die große hauseigene Ambulanz erhalten die Studierenden Zugang zu umfangreichem empirischem Datenmaterial.
  • Das Studienprogramm berücksichtigt moderne diversitäts- und ressourcenorientierte Konzepte in der Psychotherapie, u. a. die Sensibilisierung für die Bedeutsamkeit von „Diversität“ bei PatientInnen (Kultur, Alter, Geschlecht).

Theoretische Inhalte des Studiums

Das Studium hat das Ziel, die Studierenden zur Tiefenpsychologisch fundierten Behandlung von Patienten mit Neurosen, psychosomatischen Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen (z. B. Borderline-Störungen) sowie zur Mitbehandlung von Psychosen zu befähigen. Die Studierenden werden angeregt zur Auseinandersetzung mit psychodynamischer Literatur, weiteren wissenschaftlich fundierten Therapieansätzen und der Psychotherapieforschung.
Den theoretischen Bezugsrahmen des hier vertretenen psychotherapeutischen Ansatzes bilden entwicklungs-, persönlichkeits- und neurosentheoretischen Konzepte der Psychoanalyse und ihre Weiterentwicklungen in der Bindungs- und Objektbeziehungstheorie, Ich-Psychologie, Narzissmustheorie, der strukturbezogenen Psychotherapie, der dynamischen Psychiatrie und Psychosomatik sowie der Paar-/Familientherapie und Gruppendynamik. Auch auf neuere Entwicklungen der psychodynamischen Therapie (z.B. mentalisierungsbasierte Therapie) wird eingegangen.
Orientiert an Grundannahmen der Psychoanalyse bzw. der psychodynamischen Therapie wird davon ausgegangen, dass sich Änderungen des Erlebens und Verhaltens aufgrund von Einsichten in unbewusste Konflikte vollziehen und/oder dass sich strukturelle Defizite und Traumatisierungen in einem entwicklungsfördernden Prozess des Haltens und der Beziehungsaufklärung kompensieren lassen.
Auf der Grundlage der Erfassung zentraler Beziehungskonflikte (Fokussierung) wird angestrebt, wesentliche Beziehungsaspekte zu verändern, indem bisher unbewusste Bedeutungszusammenhänge aufgedeckt und durchgearbeitet werden. Dabei werden etwaige Zusammenhänge zwischen aktueller Auslösesituation und akuter Symptomatik des Patienten sowie Beziehungserfahrungen in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter unter Einbeziehung seines Erlebens und Verhaltens in der therapeutischen Übertragungsbeziehung erkundet. Einsichten in lebensgeschichtlich frühe Ursprünge von Konfliktmustern und Defiziterfahrungen werden in dieses "szenische Verstehen" einbezogen. Dabei können zur Vertiefung des Erlebens auch Techniken erlebnisverändernder Verfahren verwendet werden.

Methodenübergreifende Kompetenzen

An der Psychologischen Hochschule Berlin werden im Studiengang Psychotherapie die beiden Verfahren Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie angeboten. Das Studium ist in seinem Grundausbildungsanteil methodenübergreifend und in der Vertie­fungsphase methodenspezifisch. An der PHB wird besonderer Wert auf methoden­übergreifendes Wissen gelegt. Dabei wer­den drei Wege gewählt, um die Teilnehmer mit Kenntnissen auch der jeweils anderen Richtungen vertraut zu machen:
(1) Die anderen wissenschaftlich anerkannten Verfahren wer­den in Theorie und Methode den Studierenden in einer Kurzfassung exemplarisch nahe­ge­bracht.
(2) In gemischten größeren Gruppen werden – überwiegend anhand von Fall­bei­spielen – die unterschiedlichen Aspekte, die sich aus den verschiedenen Therapieansätzen und Metho­den ergeben, dargestellt und diskutiert.
(3) Darüber hinaus gibt es – ebenfalls in gemisch­ten Gruppen – Lehrveranstaltungen, die für alle Studierenden eines Jahrgangs ge­mein­sam stattfinden. In diesen Veranstaltungen werden Kenntnisse in den Gesundheitswis­senschaften, Ethik, Recht u. ä. vermittelt. Auch diese Veran­staltungen dienen dem Kennenlernen unter­schiedlicher He­rangehensweisen und dem Abbau von Vorurteilen gegen­über unvertrauten therapeutischen Denkweisen.

Praktische Ausbildung

Praktische Ausbildung Zur Ausbildung gehören 600-800 Behandlungsstunden, die die Studierenden unter Supervision durchführen. Die psychotherapeutischen Behandlungen finden in der Ambulanz der PHB am Köllnischen Park statt. Dort stehen im Augenblick 34 Behandlungsräume und ca. 1.600 Behandlungsplätze zur Verfügung. Die Ambulanz wird gemeinsam mit der Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP) genutzt und ist eine der größten psychotherapeutischen Einrichtungen Deutschlands. Die Behandlungen finden unter Supervision statt (eine Supervisionsstunde pro vier Therapiesitzungen). Die von den Krankenkassen gezahlten Honorare werden nach Abzug einer Betriebs- und Verwaltungskostenpauschale voll an die Ausbildungsteilnehmer weitergegeben. Bitte lesen sie hierzu im Abschnitt Kosten und Einnahmen.

Praktische Tätigkeit

Während der Studienzeit sind 1.800 Stunden praktische Tätigkeit zu absolvieren. Diese praktische Tätigkeit teilt sich auf in 1.200 Stunden in einer klinisch-psychiatrischen Einrich­tung und 600 Stunden in einer Einrichtung der psychosomatischen oder psychotherapeuti­schen Versorgung. Sie findet in kooperierenden Kliniken oder Praxis­einrichtungen statt. Die Psychologische Hochschule Berlin hat dazu ein Netz von Kooperationspartnern in Berlin und Brandenburg wie auch in anderen Regionen Deutschlands. Psychotherapeuten in Ausbildung sind in den Praxiseinrichtungen unter An­leitung tätig und können klinische Erfahrungen sammeln. Einige Praxiseinrichtungen haben begonnen, ein bescheidenes Entgelt für diese Tätigkeit zu zahlen.
Die PHB empfiehlt diese 1.800 Stunden in der ersten Hälfte der Ausbildung durchzuführen.

Studieren in Berlin

Selbstverständlich können wir Berlin als Studien- und Lebensort nur empfehlen. Haben Sie Ihren Lebensmittelpunkt an einem anderen Ort oder möchten Sie lieber ganz oder teilweise pendeln, so bieten sich auch hier verschiedene Möglichkeiten an.
Der Studiengang Psychotherapie in den Vertiefungsrichtungen Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist als Vollzeitmodell konzipiert - wir schätzen die wöchentliche Zeiterfordernis inklusive Literaturstudium auf 32 Wochenstunden. Vollzeitausbildung heißt, dass das Studium einen Zeitaufwand erfordert, der annähernd dem einer Vollzeit-Arbeitstätigkeit entspricht. Die Verteilung der einzelnen Ausbildungsinhalte kann jedoch wesentlich selbst gestaltet werden.
Während die Theorieveranstaltungen fast ausschliesslich zu festen Terminen an Wochenenden stattfinden, gelegentlich auch an Wochentagen (1-2 mal im Semester), können beispielsweise die Zeiten der praktischen Tätigkeit in den psychiatrischen, psychosomatischen bzw. psychotherapeutischen Einrichtungen mit diesen direkt abgesprochen werden. Auch die Dichte der Behandlungsstunden kann weitgehend individuell bestimmt werden. Wichtig ist allerdings, dass bis zur Zwischenprüfung (meist nach 3 Semestern) neben 300 Theoriestunden mindestens 600 Stunden praktische Tätigkeit abgeleistet und 10 Anamnesen erhoben worden sind. Im Schwerpunkt TP müssen auch bereits mindestens 30 Stunden Einzelselbsterfahrung absolviert worden sein. Letztendlich bestimmen so Ihre eigenen Festlegungen und Möglichkeiten ganz wesentlich die Dauer des Studiums bis zur Abschlussprüfung.
Zudem muss die praktische Tätigkeit nicht am Studienort ausgeübt werden. Deshalb bieten wir Ihnen hier nicht nur Kooperationspartner in Berlin und Brandenburg son-dern auch in anderen Bundesländern an, bei denen Sie Ihre praktische Tätigkeit absolvieren können. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Theorieveranstaltungen, die praktische Ausbildung (d.h. die unter Supervision selbst durchgeführten Therapien) und die Supervision hier vor Ort stattfinden müssen. Lassen Sie sich dazu am besten persönlich von uns beraten.

Supervision

Die Supervision dient zunächst der Kontrolle der Diagnosestellung, der Formulierung der the­rapeuti­schen Ziele und Arbeitsschwerpunkte. Unter prozessbegleitender Modifikation dieser Elemente soll der Teilnehmer die falladäquaten Interventionen unter Berücksichtigung der Übertra­gungs-Gegenüber­tragungs-Dynamik anwenden lernen.

Lehrtherapie/Selbsterfahrung

Ziel der Lehrtherapie ist die Vertiefung der Selbsterkenntnis und die Klärung eigener Persönlichkeits- und Beziehungsprobleme. Sie ermöglicht Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Auseinandersetzung mit persönlichen Erlebens- und Verhaltensweisen, die für die psychotherapeutische Arbeit förderlich oder hinderlich sein können. Im Hinblick auf seine spätere Praxis soll diese ihn zu einer kontinuierlichen Selbstkonfrontation befähigen. Dazu dient das Erleben und Bearbeiten aktueller Konflikte in der Beziehung zum Lehrtherapeuten, im Umgang mit Patienten sowie in privaten Beziehungen und anderen Lebenszusammenhängen. In die aktuelle Konfliktbearbeitung sind prägende lebensgeschichtliche Erfahrungen seit der frühen Kindheit einzubeziehen. Dieser Prozess zielt auf die Erweiterung der persönlichen Bewusstheit durch das Erleben und Aufdecken unbewusster Konflikte und "blinder Flecken", damit der Studienteilnehmer in der therapeutischen Situation auftretende Gefühle und Probleme in Verbindung zu seiner Persönlichkeitsstruktur bringen und diese verstehend einordnen und steuern kann. In Abgrenzung zur Supervision, in der es vorrangig um die falladäquate Anwendung therapeutischer Interventionen geht, konzentriert die Lehrtherapie ihre Aufmerksamkeit auf bewusste und unbewusste Konflikte des Studienteilnehmers.

Haben Sie weitere Fragen? Hier finden Sie die häufigsten Fragen zum Studiengang Psychotherapie zusammengestellt.